Sarrazin und kein Ende… (offener Brief von Rüdiger Dürr)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es geht mir nicht darum, seine Wortwahl gut zu heißen. Dennoch lohnt es sich m.E,die Auseinandersetzung über Sarrazins Äußerungen genauer zu betrachten…

Zunächst fällt ins Auge, dass seine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen wurden.In seinem Beitrag ging es hauptsächlich um die Finanzmisere in der Hauptstadt, für die er geschichtliche Gründe angab.

Auf den Zusammenhang, in den Sarrazins Aussagen über Türken und Araber, die den Staat ablehnen, aber von ihm leben, eingebettet waren, wies etwa Oswald Metzger in der TV-Sendung " hart aber fair" am 7. Oktober hin.Durchsetzen konnte er sich nicht.

Damit wurde in dieser Sendung die Chance vertan, offen über Dinge zu reden, die lediglich hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden.

Haben Sarrazins Äußerungen wirklich zu einem Tabubruch geführt ? Ich bezweifele das.

Basam Tibi stellte kürzlich in der Presse fest, dass die Integration der Muslime in Deutschland mitnichten gelungen ist." Denn muslimische Parallelgesellschaften als Enklave … in Berlin Neukölln und Kreutberg strafen dieses Selbstverständnis Lügen."

Es hilft auch wenig, wenn Politiker und Verbandsfunktionäre mit der Rassismuskeule reagieren, statt über die Tatsachen zu reden. Wer über mangelnde Integrationsfähigkeit oder gar – unwilligkeit offen redet, bekommt es mit der Hysterie der üblichen Verdächtigen zu tun.

Dazu möchte ich den Politikforscher und Historiker Arnulf Baring zitieren: " In der Sache kann Sarrazin niemand widerlegen. Deutschland hat ein massives Problem mit Zuwanderern aus der Türkei und dem arabischen Raum. Nur: Im Land der Leisetreter und der politischen Korrektheit wird jeder, der Klartext redet, gleich niedergemacht. ( " So schnell wird man zum Nazi ", Helmut Markworth im Focus ) .

Man muss kein Ausländerfeind sein, um zu fragen, warum bestimmte Immigrantengruppen auch in der dritten Generation signifikant weniger sozial und ökonomisch integriert sind als andere.

Wer Staatsbürger haben will und Einwanderung als Bereicherung statt Belastung eines Gemeinwesens wünscht, der sollte Sarrazin zuerst einmal richtig lesen, statt ihn gleich dem

verbalen Scheiterhaufen zuzuführen.

Ich denke, dass es bedenklich ist, dass veröffentlichte Meinung und öffentliche Meinung ( 51 % der Deutschen stimmen Sarrazin zu ) auseinander klaffen.

Darf man bestimmte Dinge öffentlich nicht benennen ?

Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung für eine demokratische Gesellschaft.

Rüdiger Dürr



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